Wachsende Betriebe

Der Punkt, an dem Zuruf nicht mehr reicht

Betriebe wachsen selten aus ihrer Software heraus. Sie wachsen aus ihrer Organisationsform heraus, und die Software fällt nur als Erstes auf.

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Wachsender Handwerksbetrieb mit steigendem Koordinationsaufwand

Der typische Verlauf sieht so aus: Es läuft, dann kommen zwei Leute dazu, es läuft weiter, aber der Chef arbeitet abends länger. Dann kommen wieder zwei dazu, und plötzlich vergeht der halbe Tag mit Abstimmung.

Das Unangenehme daran ist, dass es keinen Tag gibt, an dem es kippt. Es wird nur langsam teurer, und zwar in Stunden, die niemand aufschreibt.

Früher

Frag mal kurz den Chef, der weiß das.

Der Satz, der bei acht Leuten funktioniert
Heute

Bei zwanzig Leuten kann nicht mehr jede Auskunft über den Chef laufen, sonst macht er den ganzen Tag nichts anderes. Was stattdessen hilft:

  • Die Planung steht an einem Ort, den alle sehen.
  • Änderungen erreichen die Betroffenen ohne Anruf.
  • Zeiten entstehen beim Arbeiten, nicht am Monatsende.
  • Wissen hängt am Auftrag, nicht an einer Person.

Woran du den Zeitpunkt erkennst

Drei Signale, die verlässlicher sind als die Mitarbeiterzahl

  • Abstimmung kostet mehr als Planung

    Wenn eine Terminverschiebung drei Anrufe braucht, ist nicht die Planung das Problem, sondern die Weitergabe.

  • Es entstehen private Listen

    Sobald mehrere Leute eigene Excel-Tabellen führen, hat die offizielle Organisation eine Lücke. Warum das im Handwerk regelmäßig passiert, steht im Blog Excel im Handwerk.

  • Zusagen halten nicht mehr zuverlässig

    Wer Termine zusagt, ohne die Auslastung zu sehen, verschiebt sie später. Dagegen hilft Kapazitätsplanung.

Ab zehn Mitarbeitern

Wenn an zwei Orten gleichzeitig gearbeitet wird

Solange alle morgens am selben Ort starten, weiß jeder, was läuft. Sobald ein zweiter Ort dazukommt, endet das. Wer nicht da ist, muss gefragt werden, und Fragen kosten immer denselben Menschen Zeit.

Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, wie viele ihr seid, sondern ob eure Arbeit an einem Ort stattfindet oder an mehreren gleichzeitig. Wer wo ist, weiß in dieser Größe genau eine Person. Solange die erreichbar ist, geht das gut, im Urlaub wird es teuer.

Am Monatsende fehlen regelmäßig zwei Stundenzettel. Dagegen hilft, wenn der Stundenzettel beim Stempeln entsteht und nicht am Küchentisch. Und wer am Telefon einen Termin zusagt, ohne zu sehen, was in der Woche schon liegt, verschiebt ihn später: dafür gibt es die Plantafel.

Wann eine Tafel noch reicht

Ein Standort, kurze Wege, alle sehen sich täglich, und keine tägliche Umplanung: Da ist eine Magnettafel oft schneller als jede Software. Der Nutzen einer Planungssoftware entsteht beim Umplanen.

Ab zwanzig Mitarbeitern

Wenn die Planung nicht mehr in einen Kopf passt

Bei acht Leuten weiß der Chef, wer wo ist. Bei zwanzig weiß es auch noch einer, aber oft ist es nicht mehr der Chef: Die Planung macht ein Mitarbeiter im Büro, der den ganzen Betrieb im Kopf hat. Jede Rückfrage läuft über ihn, morgens, mittags, sonntagabends. Wie sehr, merkt man erst, wenn er zwei Wochen in Urlaub ist. Dann fehlt nicht eine Arbeitskraft, sondern der Überblick über die ganze Woche.

Das ist der eigentliche Umbruch bei dieser Größe. Nicht mehr Aufträge, sondern Wissen, das an einer Person hängt. Aus diesem einen Kopf holt das Projektmanagement den Gesamtstand über alle laufenden Vorhaben heraus.

Zwei oder drei Teams gleichzeitig unterwegs heißt: Wer heute wen wo braucht, ist eine Rechnung und keine Erinnerung mehr. Die Abstimmung von Vorfertigung und Montage braucht einen festen Ort, und Urlaub ist keine Absprache mehr, sondern eine Kapazitätsfrage, die zwei Monate vorher entschieden wird.

Dazu ein unscheinbarer Punkt, der überraschend viel Zeit frisst: der Stundenzettel-Rücklauf. Bei acht Leuten fragt man kurz nach. Bei zwanzig fehlen am Monatsende regelmäßig drei, und jemand muss hinterhertelefonieren.

Ab vierzig Mitarbeitern

Wenn Zuständigkeiten getrennt werden müssen

Bei zwanzig Mitarbeitern ging es darum, Wissen aus einem Kopf zu holen. Ab vierzig geht es darum, Zuständigkeiten sauber zu trennen, ohne dass der Überblick verloren geht. Das ist eine andere Aufgabe und stellt andere Anforderungen.

Nicht jeder soll alles sehen: Bauleitung braucht andere Sichten als Monteure, Lohnrelevantes gehört nicht ins ganze Team. Was vorher Vertrauenssache war, wird jetzt über Rollen konfiguriert. Dazu kommen oft zwei Hallen, ein zweiter Standort oder mehrere Gewerke unter einem Dach: Planung muss getrennt lesbar und trotzdem gemeinsam auswertbar sein.

Ob ein Auftrag getragen hat, sieht man in dieser Größe nicht mehr am Jahresende. Es braucht die Auswertung je Auftrag, nicht je Betrieb. Und Lohn, Buchhaltung und ERP sind gesetzt: ob sich Zeiten sauber übergeben lassen, entscheidet mit über die Auswahl. Siehe Schnittstellen und die REST-API.

Die Einführung ist hier kein verlängertes Wochenende mehr, sondern ein Projekt mit Verantwortlichen, Reihenfolge und Testphase. Wer das unterschätzt, produziert eine Software, die von der Hälfte der Belegschaft umgangen wird.

Wo unsere Grenze liegt

Unsere größten Kunden liegen bei etwa 60 Mitarbeitern, drei davon stehen als Erfolgsgeschichte hier: Treppenbau Plath, Objekteinrichtung Hengelhaupt und Ammann Treppenbau, alle mit eigener Fertigung plus Montage vor Ort. Deutlich darüber wird unsere Datenlage dünn, und das sagen wir im Erstgespräch, statt es herauszufinden, wenn ihr schon eingerichtet seid.

Was der Wechsel kostet

Was der Wechsel wirklich kostet

Nicht nur die Lizenz. Dazu kommen Einrichtung, Datenübernahme, Schulung und die Wochen, in denen euer Team parallel altes und neues macht. Wer nur den Monatspreis vergleicht, unterschätzt das Projekt. Die Aufschlüsselung steht auf der Preisseite, Lizenz und Einrichtung getrennt.

Dagegen steht die Zeit, die heute in Abstimmung geht. Die ist schwerer zu beziffern, aber sie ist real und sie wächst mit jeder Einstellung.

Nicht alles auf einmal

Der verlässlichste Weg ist der schrittweise: erst ein Bereich, meist die Zeiterfassung, dann die Planung. Details im Ratgeber Software wechseln.

Wohin als Nächstes

Je nachdem, wie ihr aufgestellt seid

Wenn die Abstimmung mitwächst

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Ihr wachst und merkt, dass die Abstimmung überproportional mitwächst? Beschreib uns eine typische Woche. Wenn eure jetzige Lösung noch trägt, sagen wir das auch.

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