Aufmaßblatt fürs Handwerk.
Maße bleiben beim Auftrag
Das Aufmaß ist die Grundlage für Angebot, Bestellung und Fertigung. Wenn es auf einem Zettel im Transporter liegt, hängt der ganze Auftrag an diesem Zettel.

In vielen Betrieben läuft das Aufmaß über einen Block und wird im Büro abgetippt. Darin stecken zwei Fehlerquellen, die Handschrift und das Abtippen, und beide führen zu Maßen, die erst in der Fertigung auffallen.
Als digitales Formular wird das Aufmaß dort erfasst, wo gemessen wird, und liegt in derselben Auftragsakte wie Fotos, Termine und Stunden, statt zwei Tage im Handschuhfach zu warten.
- Zettel muss ins Büro gebracht werden.
- Maße werden ein zweites Mal erfasst.
- Skizze und Foto liegen woanders.
- Bei Rückfragen ist unklar, welche Fassung gilt.
- Erfassung direkt vor Ort.
- Skizze und Fotos hängen am selben Auftrag.
- Das Büro sieht es sofort.
- Nichts wird abgetippt.
Das Aufmaß steht nie allein: Davor liegt ein Termin, danach die Fertigung. Wann gemessen sein muss, damit Bestellung und Vorfertigung nicht warten, ergibt sich aus der Terminplanung am Auftrag.
Wer in der eigenen Werkstatt fertigt und beim Kunden einbaut, braucht dieselben Maße zweimal: in der Halle und Wochen später bei der Montage.
Voraufmaß, Zwischenaufmaß, Abrechnungsaufmaß
Aufmaß klingt nach einem einzigen Termin. An einem größeren Auftrag wird aber meistens dreimal gemessen, und jedes Mal aus einem anderen Grund.
- Voraufmaß
Beim ersten Ortstermin, vor dem Angebot. Es muss nicht auf den Millimeter stimmen, aber gut genug sein für Kalkulation und Materialbedarf.
- Zwischenaufmaß
Während der Ausführung, für Abschlagsrechnungen oder weil ein Bauteil bestellt werden muss. Oft auch dann, wenn der Rohbau vom Plan abweicht.
- Abrechnungsaufmaß
Am Ende, als Grundlage für die Schlussrechnung. Hier zählt jeder Quadratmeter, und hier wird am häufigsten diskutiert.
In Artesa hängen alle drei am selben Auftrag, jedes mit Datum und Ersteller. Wurde zwischen Voraufmaß und Abrechnung eine Wand versetzt, steht das im Vergleich der beiden Formulare und nicht in der Erinnerung von drei Beteiligten. Weicht ein Zwischenaufmaß ab, muss die Halle das erfahren, bevor zugeschnitten wird: Die geänderten Maße hängen an demselben Auftrag, auf den auch die Werkstattplanung schaut.

Auf dem Gerät, das ohnehin dabei ist
Artesa läuft im Browser, ohne Installation aus dem App-Store und unabhängig davon, ob im Betrieb Android oder iPhone liegt. Tablet für das Aufmaß mit Skizze, Handy für das schnelle Nachmessen, im Büro derselbe Stand. Was draußen sonst noch damit geht, zeigt die Handwerker-App.

Skizze gehört dazu
Ein Aufmaß ohne Skizze ist oft nur die halbe Information. In Artesa zeichnest du direkt im Formular oder markierst auf einem Foto, worauf sich das Maß bezieht.
Damit versteht auch der Kollege in der Werkstatt, was gemeint war, ohne anzurufen. Die Bilder bleiben am Auftrag liegen, zusammen mit dem Rest der Fotodokumentation.
Welche Felder dein Gewerk auf dem Aufmaßblatt braucht
Der Kopf ist überall gleich: Auftrag oder Baustelle, Datum, wer gemessen hat, welcher Raum oder welches Bauteil gemeint ist. Darunter wird es gewerkespezifisch, und genau dieser Teil entscheidet, ob im Büro noch einmal nachgefragt werden muss.
- Maler und Lackierer
Raum, Wand- und Deckenflächen, Raumhöhe, Untergrund, Abzüge für Fenster und Türen, Anzahl der Anstriche.
- Fliesenleger
Raum, Belagsart, Fläche, laufende Sockelmeter, Verlegerichtung, Zuschnitte an Ecken und Durchbrüchen.
- Fensterbauer
Positionsnummer, Breite, Höhe, Anschlagseite, Öffnungsart, Brüstungshöhe und der Hinweis, ob im Bestand oder im Rohbau gemessen wurde.
- Treppenbauer
Geschosshöhe, Laufbreite, Deckenstärke, Steigungsverhältnis, Wandbeschaffenheit, Antritt und Austritt. Wie ein Betrieb dieser Größe das Aufmaß digital abbildet, zeigt Ammann Treppenbau.
Das sind Vorschläge und keine Vorgabe. Beim Einrichten legen wir eure Felder fest, inklusive Pflichtfeldern für die Angaben, ohne die im Büro nichts weitergeht. Eine bestehende Excel- oder PDF-Vorlage bringst du dabei einfach mit. Welche Angaben die Halle braucht, damit Konstruktion und Zuschnitt anlaufen, weiß meist die Arbeitsvorbereitung.

Bestätigen lassen, solange jemand vor Ort ist
Ein Aufmaß ist Fertigungsgrundlage und Abrechnungsnachweis zugleich. Bei Bauleistungen nach VOB/B sollen die Feststellungen für die Abrechnung möglichst gemeinsam getroffen werden, also mit Bauleitung oder Auftraggeber am Objekt. Steht ihr ohnehin zusammen davor, dauert die Bestätigung im Formular ein paar Sekunden: Datum, Anwesende, Unterschrift direkt auf dem Gerät.
Erscheint niemand oder will niemand unterschreiben, gehört genau das ins Formular, samt Datum und dem Vermerk, wer eingeladen war. Dieselbe Mechanik kennst du vom Regiebericht.

Was danach mit dem Aufmaß passiert
Das fertige Aufmaßblatt geht als PDF raus, an Kunde, Bauleitung oder Planer. Im Büro laufen Angebot, Bestellung oder Fertigungsauftrag an, während der Monteur noch unterwegs ist.
Gerechnet und abgerechnet wird weiter in dem Programm, das du dafür hast. Den Weg in dein ERP oder deine Bürosoftware übernehmen die Schnittstellen.
Aufmaß auf der Baustelle, nicht im Büro
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Dein Aufmaßblatt liegt als Durchschlag im Transporter und wird abends abgetippt? Sag uns, welche Felder darauf stehen und wer sie ausfüllt. Wir sagen dir, wie sich genau dieser Aufbau digital abbilden lässt.
Das sagen Betriebe, die damit arbeiten










Häufig gestellte Fragen
Der, der misst, meist der Monteur oder der Projektleiter direkt auf dem Tablet. Im Kopf des Formulars steht danach sein Name, damit bei einer Rückfrage klar ist, wen man fragt.
Ja. Voraufmaß, Zwischenaufmaß und Abrechnungsaufmaß liegen als eigene Formulare am selben Auftrag, jedes mit Datum und Ersteller. Bei Nachträgen oder nachträglich geänderten Positionen bleibt damit sichtbar, welcher Stand die Grundlage für welche Rechnung war.
Nein. Erfasst werden die Maße mit ihrem Bezug, dazu Skizze und Foto. Summen, Abzüge nach VOB/C und die Kalkulation bleiben in der Software, mit der du abrechnest. Genau deshalb ist das Formular frei gestaltbar: Es soll das abbilden, was dein Abrechnungsprogramm als Eingabe braucht.
Die Artesa-App braucht aktuell eine aktive Internetverbindung, an einer Offline-Variante arbeiten wir. Weil beim Speichern nur wenige Daten übertragen werden, reicht auf den meisten Baustellen schon schwacher Empfang. Im echten Funkloch wird gespeichert, sobald das Gerät wieder Netz hat.
Nein, eine Kopplung mit Messgeräten von Leica, Bosch oder Stabila gibt es nicht. Die Werte werden im Formular eingetragen. Für die meisten Betriebe ist das kein Bruch im Ablauf, weil ohnehin abgelesen und zugeordnet wird, es spart aber keinen Tippschritt.
Nein, und das ist Absicht. Artesa erfasst das Aufmaß als Formular am Auftrag. Wer Bauteile konstruiert oder Massen automatisch aus einem Modell rechnet, braucht dafür weiterhin sein CAD-Programm. Die Verbindung dorthin läuft über Schnittstellen.







