Auftragsdatenblatt fürs Handwerk.

Die Eckdaten, die jeder braucht

Das Auftragsdatenblatt ist das Deckblatt der Auftragsmappe: Kunde, Ansprechpartner, Adresse, Termine, Besonderheiten. Auf Papier existiert es genau einmal, und zwar dort, wo die Mappe gerade liegt.

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Digitales Auftragsdatenblatt mit allen Eckdaten eines Auftrags
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In den meisten Betrieben gibt es so ein Blatt, gewachsen über Jahre. Das Problem ist nicht der Inhalt, sondern dass es nur an einem Ort liegt: Sobald zwei Leute gleichzeitig etwas davon brauchen, wird kopiert, abfotografiert oder im Büro angerufen.

Als Formular am Auftrag steht dieselbe Information allen zur Verfügung, im Büro, in der Werkstatt und auf der Baustelle. Am meisten macht das dort aus, wo in der Halle gefertigt und beim Kunden eingebaut wird.

Was auf ein Auftragsdatenblatt gehört

  • Kopfdaten

    Auftragsnummer, Auftragsart und wer im Betrieb die Verantwortung für den Auftrag hat. Diese Angaben stehen schon fest, sobald der Auftrag als Auftragsakte angelegt wird.

  • Kunde und Ansprechpartner

    Wer vor Ort zuständig ist und unter welcher Nummer erreichbar. Bei Firmenkunden zusätzlich der Bauleiter oder Hausmeister, der die Tür aufschließt.

  • Objekt und Zugang

    Adresse, Etage, Schlüsselübergabe, Alarmcode, Parkmöglichkeit, Aufzug und der Weg, über den angeliefert wird.

  • Technische Eckdaten

    Maße, Material, Ausführung, was vom Standard abweicht.

  • Termine und Fristen

    Montagetermin, Liefertermin, das Zeitfenster vor Ort und der geplante Abnahmetermin.

  • Rückmeldefelder

    Platz für die Baustelle: Was war anders als geplant, was fehlt noch, was muss nachbestellt werden.

  • Besonderheiten

    Der Hund im Garten, die Anlieferzeiten, der empfindliche Boden.

Wie viel davon sinnvoll ist, hängt am Gewerk: im Fensterbau die Einbausituation, bei SHK Anlagentyp, Fabrikat und Zählerstand, beim Schreiner die Frage, ob das Möbel über das Treppenhaus an seinen Platz kommt.

Nimm die Liste als Ausgangspunkt und streich alles, was bei euch nie jemand ausfüllt. Ein Blatt mit zwölf gepflegten Feldern ist mehr wert als eines mit vierzig, von denen die Hälfte leer bleibt. Die meisten Anrufe von der Baustelle drehen sich ohnehin um zwei Dinge: Wer schließt auf, und wo darf der Transporter stehen.

Auftragsdatenblatt, Auftragszettel, Auftragsbestätigung

Die Auftragsbestätigung ist das kaufmännische Dokument für den Kunden und entsteht in eurer Bürosoftware. Das Auftragsdatenblatt ist die interne Arbeitsgrundlage für alle, die den Auftrag ausführen, und Auftragszettel oder Laufzettel meinen dasselbe Blatt mit anderem Namen auf dem Kopf.

Was während und nach dem Einsatz entsteht, sind eigene Dokumente: das Aufmaßblatt beim Aufmaß, der Rapportzettel für Stunden und Material, das Abnahmeprotokoll am Ende. Alle hängen an derselben Auftragsakte und greifen auf dieselben Eckdaten zurück.

Das Auftragsdatenblatt ist unterwegs auf dem Smartphone verfügbar.

Verfügbar, wo der Auftrag ist

Das Datenblatt hängt an der Auftragsakte. Wer den Auftrag öffnet, hat die Eckdaten dabei, auch unterwegs.

Damit erübrigt sich der Anruf ins Büro wegen einer Telefonnummer aus dem Ordner. Wer den Auftrag auf dem Handy überhaupt zu sehen bekommt, entscheidet die Einsatzplanung.

Auftragsakte mit Datenblatt, Formularen und Dokumenten.

Teil der Auftragsakte

Datenblatt, Aufmaß, Fotos, Rapporte und Protokolle liegen am selben Auftrag, eine zweite Ablage gibt es nicht.

So wird euer Datenblatt eingerichtet

  • Blatt als Scan schicken

    Ihr schickt uns euer Datenblatt so, wie es heute aussieht. Handschriftliche Ergänzungen am Rand sind dabei eher hilfreich, weil sie zeigen, was im Formular fehlt.

  • Wir bauen es nach

    Aus dem Scan wird eine Vorlage mit denselben Feldern in derselben Reihenfolge. Ihr müsst euch nicht an eine fremde Struktur gewöhnen.

  • An einem echten Auftrag prüfen

    Der erste Test läuft mit einem laufenden Auftrag, nicht mit Beispieldaten. Erst dort fällt auf, welches Feld auf dem Handy zu klein ist.

  • Nachjustieren, wann immer nötig

    Felder ergänzen, umsortieren oder rauswerfen geht auch nach Monaten noch.

Bei Ammann Treppenbau stand genau dieses Blatt im Mittelpunkt der Einführung: ausgedruckt in der Auftragsmappe, an mehreren Stellen ergänzt und korrigiert. Heute liegt es digital am Auftrag, drei weitere Formulare bilden die Schritte bis zur Montage ab.

Neben Text, Zahlen und Datum nimmt ein Formular Auswahlmenüs, Unterschriftsfelder und Skizzenfelder zum Zeichnen auf, und ein Arbeitsschritt lässt sich so einstellen, dass er erst mit vollständigem Datenblatt abgeschlossen werden kann.

Mehrere Varianten sind üblich: eine für die Montage, eine für Service, eine für Reklamationen. Gehört zu einer Auftragsart immer dieselbe Abfolge von Arbeitsschritten, legst du sie als Standardablauf daneben, dann kommt das Datenblatt automatisch mit. Soll der Kunde vor Ort bestätigen, ergänzt ihr ein Feld für die digitale Unterschrift.

Stammdaten und ausgefüllte Datenblätter laufen über Schnittstellen zwischen Artesa und der Bürosoftware.

Kundendaten nicht zweimal pflegen

Angebot und Rechnung entstehen in vielen Betrieben in einem anderen Programm. Das bleibt so, und die Kundendaten werden trotzdem nur einmal erfasst: Stammdaten kommen per CSV-Import herüber, über die REST API und fertige Anbindungen an Lexware Office, Moser Mosaik und Pinncalc Corpora laufen Daten in beide Richtungen.

Zugangsdaten und Kundennummern liegen am Auftrag statt in einer Chatgruppe.

Zugangsinfos gehören nicht in die Gruppe

Auf dem Datenblatt stehen Handynummern von Kunden, Schlüsselübergaben, Alarmcodes und Zugangswege. Als Foto in einer Chatgruppe liegen diese Angaben auf jedem privaten Handy, das mitliest, und bleiben dort auch, wenn jemand den Betrieb verlässt.

In Artesa hängen sie am Auftrag und werden über die Rollen sichtbar: Mit dem Zugang verschwindet der Blick darauf. Wie sich das gegen die Gruppe im Messenger verhält, steht im Artikel WhatsApp im Betrieb.

Euer Blatt bleibt euer Blatt

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Ihr habt ein eingespieltes Auftragsdatenblatt auf Papier und wollt es eins zu eins digital abbilden? Erzähl uns, welche Felder darauf stehen und wer sie ausfüllt. Wir sagen dir, was davon ein digitales Formular übernimmt und was auf Papier besser aufgehoben ist.

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