Kolonnenplanung fürs Handwerk.
Der Trupp ist die Einheit, nicht die Einzelperson
In vielen Betrieben fährt nicht der Einzelne raus, sondern das eingespielte Team. Trotzdem wird auf der Tafel jeden Montag Person für Person zusammengesucht, obwohl die Zusammensetzung seit zwei Jahren dieselbe ist.

Kolonnenplanung heißt, feste Trupps als eine Einheit zu führen und zu verplanen. Eine Kolonne fährt gemeinsam zur Baustelle, arbeitet gemeinsam am Gewerk und ist gemeinsam wieder frei. Für die Planung ist sie deshalb ein Block und keine Ansammlung von vier Namen.
Das klingt nach einer Kleinigkeit, spart aber genau die Arbeit, die sonst jede Woche neu anfällt.
Warum die Einzelzuweisung nicht mitwächst
Solange ein Trupp unterwegs ist, funktioniert jede Methode. Bei vier Kolonnen auf sechs Baustellen wird die Einsatzplanung zur Fleißaufgabe: Jeder Einsatz will einzeln besetzt werden, und bei jeder Verschiebung wiederholt sich das.
Teuer ist dabei nicht die Tipparbeit, sondern was untergeht. Kolonne 2 hat den Gerüstschein, Kolonne 3 nicht. Der Neue soll nicht allein auf die Sanierung. Zwei Leute stehen versehentlich auf zwei Baustellen gleichzeitig, weil beide Einsätze getrennt geplant wurden. Solche Regeln stehen im Kopf des Poliers und des Bauleiters, der morgens die Trupps zusammenstellt, und wie sich das ändert, wenn die Tafel nicht mehr an der Bürowand hängt, steht im Artikel digitale oder analoge Plantafel.
- Vier Namen je Einsatz einzeln zuweisen.
- Wer was darf, weiß nur der Polier.
- Doppelbelegung fällt erst am Morgen auf.
- Bei jeder Verschiebung dieselbe Arbeit.
- Ein Griff, und der ganze Trupp steht auf dem Schritt.
- Fähigkeiten hängen an der Kolonne.
- Abwesenheiten schlagen sofort durch.
- Umplanen betrifft den Block, nicht vier Einträge.

Einmal anlegen, dauerhaft planen
Du legst deine Kolonnen in den Einstellungen an und weist ihnen die Mitarbeiter zu. Ab dann steht der Trupp auf der digitalen Plantafel als Block: ein Zug auf den Arbeitsschritt, und alle sind eingeplant.
Die Zusammensetzung lässt sich jederzeit ändern, und eine Kolonne, die es so nicht mehr gibt, wird deaktiviert. Bestehende Zuordnungen bleiben dabei erhalten, die Historie alter Baustellen also auch. Die Bedienung steht im Handbuch unter Einstellungen.

Was die Kolonne kann, steht an der Kolonne
Zu jeder Kolonne gehört eine Fähigkeitenmatrix: Dort hakst du ab, welche Aufgaben dieser Trupp übernimmt, und beim Planen ist sichtbar, welche Kolonne für ein Gewerk infrage kommt.
Das Wissen liegt danach nicht mehr nur beim Polier. Auch die Urlaubsvertretung im Büro besetzt eine Woche, ohne bei jedem zweiten Einsatz nachzufragen.
Wenn einer aus der Kolonne ausfällt
Der klassische Fall: Montag um 6:40 Uhr meldet sich einer krank, und der Trupp ist zu dritt statt zu viert. Die Frage ist dann nicht, ob die Kolonne fährt, sondern was sie an dem Tag noch schafft und wo der Vierte herkommt.
Weil Abwesenheiten in derselben Planung liegen, ist der Ausfall dort sichtbar, wo du disponierst. Du siehst, wer aus einer anderen Kolonne frei ist, und kannst ihn für diesen Einsatz dazustellen, ohne die Stammbesetzung dauerhaft zu ändern. Was das für die zugesagten Termine bedeutet, zeigt die Kapazitätsplanung, und kurzfristige Störfälle sortierst du über die Disposition ein, ohne die ganze Woche umzuwerfen.
Kolonnenplanung ist keine Tourenplanung
Artesa plant, welche Kolonne wann auf welcher Baustelle steht, berechnet aber keine Fahrtrouten und optimiert keine Reihenfolge nach Kilometern. Anfahrten lassen sich als eigene Tätigkeit erfassen, damit sie in der Auswertung auftauchen. Wer eine echte Routenoptimierung für viele Kleinaufträge am Tag braucht, ist mit einem Dispositionssystem für Serviceflotten besser bedient.
Was von der Baustelle zurückkommt
Eine Kolonne ist den ganzen Tag allein vor Ort. Was dort passiert ist, erfährt das Büro traditionell abends am Telefon oder gar nicht.
- Fotos landen am Arbeitsschritt
Statt in einer privaten Handygalerie, siehe Fotodokumentation.
- Absprachen stehen am Auftrag
Im Auftragschat und nicht in einer WhatsApp-Gruppe, in der man sie nach zwei Monaten nicht mehr findet.
- Regiearbeit wird vor Ort unterschrieben
Der Regiebericht hält fest, was dazukam, und der Kolonnenführer lässt ihn gleich gegenzeichnen.
Stunden je Kolonne und Baustelle
Wenn vier Leute gemeinsam auf einer Baustelle stehen, interessiert selten die Einzelleistung, sondern was der Trupp auf diesem Bauabschnitt gebraucht hat. Dafür bucht jeder seine Stunden auf den Arbeitsschritt, auf dem die Kolonne steht, und in der Nachkalkulation steht die Summe der Kolonne gegen die geplanten Stunden. Nach ein paar vergleichbaren Baustellen rechnet die nächste Baustellenplanung mit euren Zahlen statt mit einer Schätzung von vor drei Jahren.
Trupps statt vier einzelner Namen
14 Tage selbst testen oder vorher mit uns telefonieren
Bei euch werden jede Woche dieselben vier Namen einzeln auf die Tafel gesetzt? Beschreib uns, wie eure Trupps zusammengesetzt sind und wie oft sie wechseln. Danach weißt du, was sich ändert, wenn du sie als Ganzes planst.
Das sagen Betriebe, die damit arbeiten










Häufig gestellte Fragen
Ein fest zusammenarbeitendes Team, das gemeinsam auf einer Baustelle eingesetzt wird. Je nach Gewerk heißt es Trupp, Partie oder Kolonne. Gemeint ist immer dieselbe Sache: eine Gruppe, die zusammen fährt und zusammen arbeitet.
Die Einsatzplanung beantwortet, wer wo ist und wer frei ist, auf Ebene der einzelnen Person. Die Kolonnenplanung ist die Arbeitsweise darüber: Statt vier Personen einzeln zu setzen, planst du den Trupp als Block. Beides läuft auf derselben Tafel, und du kannst jederzeit einzelne Leute zusätzlich zuweisen.
Ja. Das ist bei Springern und bei kleineren Betrieben normal, in denen die Zusammensetzung je nach Auftrag wechselt. Weil die Planung Doppelbelegungen anzeigt, siehst du beim Einplanen, wenn dadurch jemand zweimal zur selben Zeit verplant wäre.
Du öffnest die Kolonne in den Einstellungen, nimmst den Mitarbeiter heraus und fügst den neuen hinzu. Zurückliegende Einsätze bleiben so dokumentiert, wie sie stattgefunden haben. Kolonnen, die es gar nicht mehr gibt, deaktivierst du, statt sie zu löschen.
Sie hält fest, welche Aufgaben eine Kolonne übernehmen kann. Beim Planen ist damit sichtbar, welcher Trupp für ein Gewerk oder einen Arbeitsschritt infrage kommt. Das hilft besonders, wenn nicht immer dieselbe Person plant, etwa bei Vertretung im Büro.
Ja. Jeder im Trupp sieht seine eigenen Einsätze mit Adresse, Auftragsdaten und Aufgaben. Artesa läuft als Web-App im Browser, es muss nichts aus dem App-Store installiert werden, und Änderungen im Büro sind sofort auf dem Gerät.
An der Mannschaftsstärke lässt sich das schlecht festmachen. Es kommt darauf an, wie viele Trupps gleichzeitig unterwegs sind: Bei einem genügt jede Methode, ab zwei oder drei parallel kostet die Einzelzuweisung jede Woche dieselbe Zeit und Doppelbelegungen fallen erst am Morgen auf. Spätestens dann stellt ein wachsender Betrieb von Zuruf auf feste Trupps um.








