Baustellenplanung fürs Handwerk.
Die Baustelle über ihre ganze Laufzeit
Eine Baustelle läuft Wochen, nicht Tage. Wer nur den nächsten Einsatz plant, merkt zu spät, dass die Woche, in der alles zusammenkommt, längst überbucht ist.

Baustellenplanung und Einsatzplanung werden oft in einen Topf geworfen, sind aber zwei Blickrichtungen auf dieselbe Sache. Die Einsatzplanung fragt vom Mitarbeiter aus: Wo ist Andreas morgen? Die Baustellenplanung fragt vom Projekt aus: Was muss auf dieser Baustelle in den nächsten sechs Wochen passieren, und ist dafür jemand da?
Betriebe mit mehreren parallelen Baustellen brauchen beides. Wer nur mitarbeiterseitig plant, verliert den Überblick über den Baufortschritt. Der zweite gleichzeitige Arbeitsort ist dabei der Sprung, der wehtut, nicht der zehnte Mitarbeiter.
- Ablauf statt Einzeltermine
Die Baustelle als Folge von Arbeitsschritten, nicht als Punkt im Kalender.
- Wartezeiten im Plan
Trockenzeiten und Vorgewerke stehen als eigener Eintrag zwischen den Schritten.
- Teams über Wochen
Nicht nur wer morgen kommt, sondern wer über die Laufzeit gebraucht wird.
- Stand dokumentiert
Fotos und Berichte hängen an derselben Baustelle.
So planst du eine Baustelle
Die Reihenfolge ist bei jeder Baustelle dieselbe, ob Dachsanierung, Gerüst über sechs Wochen oder Kanalanschluss. Beim ersten Mal dauert es eine halbe Stunde, danach sind es ein paar Minuten. Ob der zugesagte Zeitraum neben den laufenden Baustellen überhaupt trägt, beantwortet vorab die Kapazitätsplanung.
- 1Baustelle als Auftrag anlegen
Kunde, Adresse, Ansprechpartner vor Ort und der grobe Zeitraum. Alles, was später dazukommt, hängt an genau diesem Auftrag.
- 2In Arbeitsschritte zerlegen
Jede Etappe wird ein eigener Schritt: Gerüst stellen, Alteindeckung runter, Unterspannbahn, Eindeckung, Gerüst ab. Wie fein du schneidest, hängt daran, was du später getrennt sehen willst.
- 3Dauer und Stunden schätzen
Je Schritt trägst du ein, über wie viele Tage er läuft und wie viele Personenstunden er kostet. Aus dieser Zahl entsteht die Auslastung und später der Soll-Ist-Vergleich.
- 4Team und Fahrzeuge zuweisen
Kolonne auf den Arbeitsschritt ziehen, Anhänger und Maschine dazu. Ist jemand im Urlaub oder auf einer anderen Baustelle eingeplant, siehst du es beim Zuweisen.
- 5Abhängigkeiten als Termin setzen
Trockenzeiten und Vorgewerke bekommen einen eigenen Eintrag, etwa Estrich trocken ab KW 12. Damit steht in der Planung, warum zwischen zwei Schritten eine Lücke liegt.
Wiederkehrende Baustellentypen legst du einmal als Standardablauf an, dann steht die Schrittfolge beim nächsten Auftrag dieser Art von allein da. Während die Baustelle läuft, kommen Fortschritt und Nachweise über den Bautagesbericht und die Fotodokumentation an denselben Auftrag.

Die Baustelle ist der Auftrag
In Artesa ist die Baustelle ein Auftrag mit seinen Arbeitsschritten. Damit hängen Termine, Teams, Zeiten, Fotos und Formulare an einem Ort, statt sich über Kalender, Chatgruppe und Ordner zu verteilen.
Aufgeteilt wird ein Auftrag in der Auftragsplanung.
Wenn sich die Baustelle verschiebt
Kaum eine Baustelle läuft so ab, wie sie geplant wurde. Es regnet drei Tage durch, die Lieferung kommt später, das Vorgewerk ist nicht durch, oder morgens meldet sich jemand krank. Die eigentliche Frage ist, wie viele Telefonate eine Umplanung kostet.
In Artesa ziehst du den Arbeitsschritt per Drag and Drop auf den neuen Termin. Die eingeplanten Mitarbeiter haben den Stand auf ihrem Gerät, bevor jemand zum Hörer greift. Beim Ziehen hilft die Auslastung: In der Kalenderwochen-Ansicht steht je Tag in Prozent, wie stark er belegt ist, über hundert Prozent rot umrandet.
Rutscht dadurch das Ende der Baustelle, steht das in der Planung, bevor der Kunde fragt. Wie sich das über alle Baustellen zusammensetzt, zeigt die digitale Plantafel, und nicht das Verschieben kostet die Bauleitung den Vormittag, sondern das Hinterhertelefonieren danach.

Was die Kolonne morgens sieht
Auf dem Handy steht die Baustelle mit Adresse und Ansprechpartner vor Ort, darunter der eigene Arbeitsschritt für heute mit den Aufgaben und den hinterlegten Dokumenten, die dazugehören.
Was ein Zugang zeigt, hängt an seiner Rolle: Monteure und Kolonnen sehen ihre eigenen Einsätze, Büro und Bauleitung die ganze Planung.
Artesa läuft als Web-App im Browser, installiert werden muss nichts.

Zeiten und Rückfragen am selben Auftrag
Die Stunden werden direkt auf den Arbeitsschritt gebucht, ohne Zettel und ohne Abtippen im Büro, wie es die Projektzeiterfassung für jeden Auftrag vorsieht. Rückfragen laufen über den Auftragschat, damit das Foto vom Anschluss auch zwei Wochen später noch auffindbar ist.
Die Nachweise, die währenddessen anfallen, sammelt die Baustellendokumentation.
Verschieben, ohne alles zu kippen
14 Tage selbst testen oder vorher mit uns telefonieren
Ihr habt mehrere Baustellen gleichzeitig und verliert dabei den Überblick über den Gesamtstand? Erzähl uns von der Baustelle, bei der gerade am meisten telefoniert wird. Wir sagen dir, was eine Verschiebung dort mit dem Rest eurer Wochen macht.
Das sagen Betriebe, die damit arbeiten










Häufig gestellte Fragen
Die Planung des Ablaufs einer Baustelle über ihre gesamte Laufzeit: welche Arbeitsschritte in welcher Reihenfolge anstehen, wer sie ausführt und wovon sie abhängen. Sie beantwortet, wann die Baustelle fertig wird, nicht nur wer morgen hinfährt.
Baustellenmanagement ist der größere Begriff und meint die gesamte Steuerung einer Baustelle, also Ablauf, Zeiten, Dokumentation und Kommunikation. Die Planung ist der terminliche Teil davon. Artesa deckt Planung, Zeiten und Dokumentation ab. Angebote, Rechnungen, Kalkulation und Lagerbestände gehören nicht dazu, dafür bleiben euer Büroprogramm und eure Warenwirtschaft zuständig, die ihr über Schnittstellen anbindet.
Zwei verschiedene Dinge. Der Baustelleneinrichtungsplan ist die Zeichnung der Baustellenlogistik: Bauzaun, Baustrom, Kranstellung, Lagerflächen, Verkehrswege. Er beschreibt die Fläche. Artesa plant den zeitlichen Ablauf und die Leute und erstellt keine Einrichtungspläne.
Als Arbeitsschritt oder Meilenstein ja, etwa Estrich trocken ab. Artesa plant deine eigenen Leute; die Abhängigkeit vom Vorgewerk bildest du als Termin ab, damit sie in der Planung sichtbar ist.
Ja. Die Plantafel hat eine Kartenansicht, in der alle Aufträge mit ihrer Adresse liegen, und von dort startest du die Navigation zur Baustelle. Eine Routen- oder Tourenoptimierung ist das nicht, Artesa rechnet keine Fahrtstrecken aus.
Weil die Zeiterfassung am selben Auftrag hängt, stehen geplante und erfasste Stunden je Arbeitsschritt nebeneinander, und zwar schon während die Baustelle läuft. Den Soll-Ist-Vergleich Zeile für Zeile zeigt die Nachkalkulation. Kosten rechnet Artesa nicht aus, es liefert die Stunden dafür.
Nein. Für klassische Bauzeitenpläne mit Vorgangsnetzen gibt es spezialisierte Bausoftware. Artesa plant Arbeitsschritte, Termine und Teams so, wie ein Handwerksbetrieb es im Alltag braucht.








