Auftragsstatus fürs Handwerk.
Ist der Zuschnitt schon durch?
Die Baustelle ist meist sichtbar, weil dort gestempelt wird. Die Werkstatt bleibt oft stumm, bis jemand hineingeht und fragt. In Artesa hat jede Station ihren eigenen Arbeitsschritt mit eigenem Status, und damit steht die Antwort in der Plantafel statt in der Halle.

„Wo steckt der Auftrag gerade?“ ist die Frage, die im Betrieb am häufigsten gestellt und am schlechtesten beantwortet wird. Ist der Zuschnitt durch? Ist der Bankraum fertig? Wurde schon lackiert? Ist alles kommissioniert?
Solange die Antwort im Kopf des Gesellen steckt, der gerade an der Maschine steht, kostet jede dieser Fragen zwei Unterbrechungen: eine bei dem, der fragt, und eine bei dem, der antwortet. Und wenn der Kunde anruft, wird aus der Rückfrage eine Kette.
In Artesa ist der Status kein zusätzlicher Pflegeaufwand, sondern fällt aus der Arbeit ab. Wer an einem Arbeitsschritt stempelt, arbeitet daran. Wer ihn abschließt, hat ihn erledigt. Am deutlichsten merken das Betriebe, die in der Halle fertigen und draußen einbauen, weil dort die Kolonne vor der Baustelle steht und anruft, ob das Teil fertig ist.
- Der Meister läuft die Halle ab, um den Stand zu kennen.
- Am Telefon musst du erst nachschauen und zurückrufen.
- Ein fertiges Teil steht zwei Tage, weil es niemand weiß.
- Am Freitag fällt auf, dass die Oberfläche noch fehlt.
- Jede Station ist ein Arbeitsschritt mit eigenem Status.
- Die Plantafel färbt und filtert nach Status.
- Fertig gemeldet heißt, der nächste Bereich kann ran.
- Der Stand ist auskunftsfähig, ohne Rückfrage.
Zwei Ebenen sind dabei zu unterscheiden, weil sie unterschiedlich weit reichen. Der Auftragsstatus am Auftrag selbst ist der grobe Lebenszyklus: vier Kategorien, die du individuell benennen kannst, nach denen die Plantafel filtert und die Auftragskarten einfärbt. Der Status je Arbeitsschritt ist die feine Ebene und die eigentliche Stationskette: Entwurf, geplant, fertig. Im Tagewerk erscheint dasselbe als offen, in Arbeit und erledigt.
Für die Werkstatt zählt die feine Ebene, denn Zuschnitt, Kantenbearbeitung, Oberfläche, Endmontage und Kommissionierung sind eigene Arbeitsschritte in eigenen Arbeitsbereichen. Damit steht die Reihenfolge, die der Meister bisher im Kopf hält, am Auftrag und nicht mehr nur bei ihm.
Statuspflege lohnt nur da, wo jemand wartet
Die sinnvolle Feinheit ist die Ebene, auf der ein anderer Bereich auf das Ergebnis wartet: Aufmaß, Fertigung, Oberfläche, Montage. Jeden einzelnen Handgriff als Arbeitsschritt zu führen, erzeugt Pflegeaufwand ohne Nutzen. Was innerhalb eines Schritts abzuarbeiten ist, gehört in die Checklisten darin.
Jede Station ist ein Arbeitsschritt
Jeder Schritt hängt in seinem Arbeitsbereich und hat seinen eigenen Status, umschaltbar im Deckblatt der Auftragsakte. Wiederkehrende Abfolgen stehen als Standardablauf schon da.

Der Stand steht auf der Plantafel
Auf der digitalen Plantafel sind die Auftragskarten nach Status eingefärbt und filterbar, auf Wunsch mit Ist-Stunden gegen Soll je Arbeitsschritt.

Fertig melden, wo gearbeitet wird
Dein Team schließt seine Arbeitsschritte selbst ab, per Handy oder per Chip am Terminal. Was vorher vorliegen muss, etwa eine Mindestzahl an Fotos, legst du je Schritt fest.

Wenn der Kunde nach seinem Termin fragt
Die Arbeitsschritt-Liste lässt sich um Spalten für Status und Kennzahlen erweitern, sortieren und filtern. Denselben Blick über alle Vorhaben beschreibt das Projektmanagement.

Wer diese Rückmeldung aus der Halle bisher über einen Laufzettel am Auftrag organisiert, kennt beide Schwächen: Der Zettel liegt dort, wo der Auftrag ist, und im Büro weiß niemand, was darauf steht. Wo die Grenze zwischen dieser Art Rückmeldung und einem echten Fertigungssystem liegt, steht im Artikel PPS, MES oder Plantafel.
Woran erkennt man bei euch den Stand?
14 Tage selbst testen oder vorher mit uns telefonieren
Trag die Stationen ein, die ein Auftrag bei dir durchläuft, und leg zwei laufende Aufträge darauf. Nach einer halben Stunde steht der Stand in der Plantafel, und du siehst, ob du ihn dort ablesen würdest, statt jemanden anzurufen.
Das sagen Betriebe, die damit arbeiten










Häufig gestellte Fragen
Nicht als frei benannte Statusliste, sondern als Arbeitsschritte. Die Stationen deines Betriebs sind eigene Arbeitsschritte in eigenen Arbeitsbereichen, und jeder davon hat den Status Entwurf, geplant oder fertig. Damit lässt sich ablesen, welche Station durch ist. Der Auftragsstatus am Auftrag selbst hat vier Kategorien, die du individuell benennen kannst, und beschreibt den groben Lebenszyklus.
Die Werkstattplanung schaut nach vorn und beantwortet, wie viel Arbeit gerade durch welchen Bereich läuft und ob die Kapazität reicht. Der Auftragsstatus schaut zurück und beantwortet, was von einem bestimmten Auftrag schon erledigt ist. Dieselben Arbeitsbereiche, zwei Blickrichtungen.
Die Checklisten sitzen innerhalb eines Arbeitsschritts und listen die Aufgaben darin auf. Der Status beschreibt den Schritt als Ganzes. Beides greift ineinander: Auf den Auftragskarten lässt sich anzeigen, wie viele Aufgaben in einem Schritt noch offen sind, also wie weit er ist, bevor er auf fertig geht.
Nein. Es gibt keine Anbindung an Maschinensteuerungen und keine automatische Betriebsdatenerfassung. Die Rückmeldung ist personenbezogen: Dein Team stempelt auf den Arbeitsschritt und meldet ihn fertig. Warum das für Handwerksbetriebe meist der passendere Weg ist, ordnen wir im Blog „PPS, MES oder Plantafel" ein.
So fein, dass jeder Schritt eine Übergabe markiert, auf die ein anderer Bereich wartet. Aufmaß, Fertigung, Oberfläche, Montage sind typisch. Jeden Handgriff einzeln zu führen, erzeugt Pflegeaufwand, den niemand leistet, und ein Status, der nicht gepflegt wird, ist schlechter als keiner.
Indem nichts zusätzlich zu pflegen ist. Wer auf einen Arbeitsschritt stempelt, zeigt damit schon, dass er daran arbeitet, und der Abschluss ist ein Tippen in derselben Ansicht, in der auch die Zeit gebucht wird. So bleibt es für Halle und Kolonne bei einem Handgriff, den sie ohnehin machen, und der Anruf aus dem Büro fällt weg.
Ja, der Abschluss hängt am Arbeitsschritt und bleibt mit dem übrigen Verlauf in der Auftragsakte nachvollziehbar. Dasselbe gilt für abgehakte Aufgaben, dort steht ebenfalls, wer sie wann erledigt hat.
Indirekt, weil dieselben Arbeitsschritte die Buchungsziele der Zeiterfassung sind. Die Stunden hängen also an der Station, an der sie entstanden sind. Ausgewertet werden sie in der Projektzeiterfassung und der Nachkalkulation.
Ja, es ist derselbe Mechanismus. Draußen fällt der Status ohnehin an, weil dort auf den Auftrag gestempelt wird. Als Nachweis über die Bauzeit kommt die Baustellendokumentation dazu.







