Überstunden fürs Handwerk.
Erfassen, sehen, ausgleichen
Die Baustelle zieht sich, der Notdienst kommt dazu, und am Monatsende steht die Frage im Raum, wie viele Stunden jetzt eigentlich aufgelaufen sind. Mit erfassten Zeiten ist das keine Diskussion mehr, sondern eine Zahl.

Überstunden entstehen im Handwerk selten geplant. Der Kunde ist nicht da, das Material kommt zu spät, die Montage dauert länger als gedacht. Wer Zeiten auf Zetteln sammelt, merkt das erst, wenn der Monat gelaufen ist. Und dann steht Erinnerung gegen Erinnerung.
Operativ geht es um drei Dinge: Wie die Mehrarbeit erfasst wird, wo der aktuelle Stand ablesbar ist und wie sie wieder abgebaut wird. Um diese drei geht es hier.
Das Arbeitszeitkonto ist das Modell dahinter. Es legt fest, welche Soll-Stunden je Wochentag gelten, wie viel Übertrag in den nächsten Monat wandert und ab wann etwas verfällt. Diese Regeln hinterlegst du einmal im Arbeitszeitmodell, nachzulesen im Handbuch. Auf dieser Seite geht es um den Alltag darüber.
Ich hab da noch was gut, das waren bestimmt zwanzig Stunden.
Monteur im Februar
Mit erfassten Zeiten steht der Stand schwarz auf weiß:
- Ist- und Soll-Stunden je Woche und Monat.
- Der Übertrag aus dem Vormonat.
- Die Überstunden zum Monatsende.
- Was davon verfällt, wenn es eine Obergrenze gibt.

Überstunden sind ein Ergebnis, keine Eingabe
Niemand trägt Überstunden von Hand ein. Sie ergeben sich aus der Differenz zwischen den erfassten Ist-Stunden und den Soll-Stunden aus dem Arbeitszeitmodell.
Wie gestempelt wird, spielt dabei keine Rolle: in der App, per Chip oder nachgetragen im Büro. Hauptsache, die Zeit ist erfasst und nicht geschätzt.

Der Stand steht im Stundenzettel
In der Wochen- und Monatsansicht sieht jeder seinen eigenen Stand: Übertrag vom Vormonat, Überstunden zum Monatsende und, falls das Arbeitszeitmodell eine Obergrenze für den Übertrag hat, wie viel davon verfällt.
Als Verantwortlicher siehst du das für alle in der Stundenzettel-Übersicht, statt jeden Mitarbeiter einzeln durchzugehen. Korrektur, Freigabe und Übergabe an den Lohn erledigt am Monatsende das Büro in einem Durchgang.

Ausgleich läuft über die Abwesenheit
Freizeitausgleich trägst du wie jede andere Abwesenheit ein. Ist der Abwesenheitsgrund als arbeitszeitrelevant angelegt, passt Artesa das Arbeitszeitkonto automatisch an, und der Stundenzettel stimmt wieder.
Weil der freie Tag damit auch in der Abwesenheitsplanung steht, plant niemand versehentlich eine Kolonne ein, die zur Hälfte abbummelt.
Wie viele Überstunden sind es wirklich?
14 Tage selbst testen oder vorher mit uns telefonieren
Bei dir sammeln sich Überstunden an und keiner weiß genau, wie viele es sind? Sag uns, nach welchen Regeln bei dir gerechnet wird. Danach weißt du, wie der Stand daraus im Stundenzettel entsteht.
Das sagen Betriebe, die damit arbeiten










Häufig gestellte Fragen
Gar nicht getrennt. Erfasst wird die Arbeitszeit, die Überstunden sind die Differenz zu den Soll-Stunden. Voraussetzung ist, dass je Mitarbeiter ein Arbeitszeitmodell hinterlegt ist, sonst fehlt der Bezugspunkt. Erfasst wird über die Zeiterfassung.
Überstunden sind das Ergebnis, das Arbeitszeitkonto ist das Regelwerk dahinter: Soll-Stunden je Wochentag, Pausenregeln, Übertrag und eine mögliche Obergrenze. Diese Regeln legst du im Arbeitszeitmodell fest, den daraus berechneten Stand siehst du im Stundenzettel.
Entweder durch Freizeitausgleich oder durch Auszahlung. Den Ausgleich bildet Artesa als arbeitszeitrelevante Abwesenheit ab, das Konto wird dabei automatisch angepasst. Die Auszahlung passiert im Lohnprogramm, dorthin gehen die Zeiten per CSV-Export oder Schnittstelle.
Erfasste Zeiten zeigen erst einmal nur, was aufgelaufen ist. Weniger wird es, wenn die Woche realistisch verplant ist: Wer mit der vollen Wochenarbeitszeit rechnet, sagt regelmäßig ein Stück zu viel zu, und die Differenz steht später auf dem Konto. Wie viel eine Woche wirklich trägt, rechnet die Kapazitätsplanung.
Nur, wenn das bei euch so vereinbart ist. Technisch kann ein Arbeitszeitmodell eine Obergrenze für den Übertrag haben, alles darüber wird im Stundenzettel als verfallen ausgewiesen. Ob eine solche Regel arbeitsrechtlich trägt, ist keine Frage an die Software, sondern an deinen Tarif- oder Arbeitsvertrag.
Dokumentiert werden muss die Arbeitszeit, und Mehrarbeit gehört dazu. Was das für Handwerksbetriebe konkret bedeutet, ordnet die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung ein. Praktischer Nebeneffekt einer sauberen Erfassung: Im Streitfall gibt es Zahlen statt Erinnerungen.
Ja. Jeder sieht seinen Übertrag und seine Überstunden im eigenen Stundenzettel, ohne im Büro nachfragen zu müssen. Für die Kolonne draußen nimmt das einen guten Teil der Diskussionen schon vorweg.







