Montageplanung fürs Handwerk.

Rechtzeitig wissen, wer wann wo montiert

Eine Montage scheitert selten an der Montage. Sie scheitert daran, dass die Vorfertigung noch nicht fertig ist, das Material nicht da ist oder der Vorgewerker nicht durch ist.

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Montageplanung im Handwerk zwischen Werkstatt und Baustelle
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Montageplanung heißt, drei Dinge in Übereinstimmung zu bringen: den Fertigungsstand in der Werkstatt, die Verfügbarkeit des Teams samt den schon feststehenden Abwesenheiten und die Zugänglichkeit der Baustelle. Fehlt eins davon, fährt die Kolonne umsonst. Bei Objekteinrichtung Hengelhaupt liegen zwischen Werkstatt und Baustelle oft hunderte Kilometer: Gefertigt wird in der eigenen Halle, montiert beim Kunden.

Genau diese Verzahnung von Werkstatt und Baustelle ist der Bereich, für den Artesa gebaut ist.

Montageplanung mit Excel oder am Whiteboard

Die meisten Betriebe starten mit einer Tabelle oder einer Magnettafel im Büro, und beides leistet mehr, als sein Ruf vermuten lässt. Solange eine Person plant und alle Beteiligten regelmäßig durchs Büro laufen, funktioniert das.

Tabelle und Magnettafel
  • Eine Woche, ein Planer, ein Standort.
  • Änderungen erreichen die Kolonne per Anruf.
  • Vorfertigung und Montage in getrennten Dateien.
  • Auf der Baustelle liegt keine aktuelle Fassung.
Planung am Auftrag
  • Vorfertigung und Montage hängen am selben Auftrag.
  • Änderungen stehen auf dem Gerät der Kolonne.
  • Mehrere Leute planen auf demselben Stand.
  • Was zugesagt wurde, ist später nachvollziehbar.

Die Grenze ist nicht die Tabelle selbst, sondern der zweite Planer: Excel im Handwerk verträgt keine zwei Leute, die gleichzeitig umplanen, und an der analogen Plantafel plant nur, wer im Büro steht.

Vorfertigung und Montage als getrennte Arbeitsschritte am Auftrag.

Vorfertigung und Montage getrennt planen

In Artesa sind das zwei Arbeitsschritte am selben Auftrag, mit eigenen Terminen und eigenen Leuten. Damit ist sichtbar, ob die Werkstatt rechtzeitig fertig wird, statt es erst am Montagetag zu merken.

Den Rahmen dafür setzt die Auftragsplanung.

Werkstatt- und Baustellenteams auf derselben Tafel.

Werkstatt und Baustelle auf einer Tafel

Die Leute in der Werkstatt und die auf der Baustelle stehen auf derselben Planung. Wer heute vorfertigt und morgen mitmontiert, ist nur einmal eingeplant und nicht doppelt.

Das Montageteam sieht die Auftragsdaten unterwegs.

Das Team hat die Daten dabei

Aufmaß, Fotos und Besonderheiten hängen am Auftrag und sind auf der Baustelle abrufbar. Die Kolonne muss nicht im Büro anrufen, um zu klären, welche Variante bestellt wurde. Was jeder dabei sehen und ändern darf, hängt an seiner Benutzerrolle.

Montagen über mehrere Tage

Die wenigsten Montagen sind an einem Nachmittag durch. Eine Treppe, eine Fassade oder eine Küchenzeile belegt zwei Leute über vier Tage, und daran scheitert eine reine Terminliste: Sie kennt Termine, aber keine Zeiträume.

In Artesa gibst du am Arbeitsschritt an, wie viele Mitarbeiter ihn wie viele Tage und Stunden beschäftigen. Der Schritt liegt dann als Block über die ganze Zeit in der Planung, dieselbe Kolonne bleibt durchgehend eingeplant, und in der Auslastung siehst du, dass diese Leute für die nächste Baustelle nicht zur Verfügung stehen. Wochenenden und Feiertage fallen über Regelarbeitszeiten und Feiertagskalender aus der Rechnung, die Anfahrt läuft als eigene Tätigkeit je Tag mit.

  • Rohmontage

    Eigener Arbeitsschritt mit eigenem Zeitraum, oft direkt nach dem Vorgewerk.

  • Wartezeit beim Kunden

    Trockenzeit, Estrich, ein anderes Gewerk: als Meilenstein sichtbar, nicht als Lücke im Kopf. Solche Abhängigkeiten über die ganze Bauzeit zeigt die Baustellenplanung.

  • Endmontage

    Wieder ein eigener Schritt, dieselbe Kolonne, derselbe Auftrag.

Weil alle Etappen am selben Auftrag hängen, siehst du beim Verschieben der Rohmontage sofort, was das mit der Endmontage macht. Ob dafür überhaupt Luft im Kalender ist, beantwortet die Kapazitätsplanung.

Die Kolonne hakt die Aufgaben des Montageschritts auf dem Smartphone ab.

Der Montagetag selbst

Zu jedem Arbeitsschritt gehört eine Aufgabenliste. Bei einer Montage steht dort, was der Reihe nach zu tun ist: einmessen, ausrichten, befestigen, Silikonfuge, Restmüll mitnehmen. Die Kolonne hakt das auf dem Handy ab, und im Büro ist der Stand ablesbar, ohne dass jemand anruft.

Wiederkehrende Montagen legst du einmal als Standardablauf an. Dann steht die Liste beim nächsten gleichartigen Auftrag von allein da.

Abnahmeprotokoll wird nach der Montage vor Ort unterschrieben.

Abnahme direkt vor Ort

Fotos vor und nach der Montage landen über die Fotodokumentation automatisch am richtigen Arbeitsschritt. Das ist der Beleg für den Zustand, den ihr angetroffen habt, und für das, was ihr hinterlassen habt.

Am Ende wird das Abnahmeprotokoll ausgefüllt und vom Kunden mit digitaler Unterschrift bestätigt. Es hängt sofort am Auftrag, statt zwei Wochen im Fahrzeug zu liegen.

Wie lange die Montage wirklich gedauert hat

Geplant war: zwei Mann, acht Stunden. Ob das gestimmt hat, weiß der Betrieb oft nur als Gefühl. Dabei ist die Antwort da, sobald das Team seine Zeiten auf den Montageschritt bucht.

Die Projektzeiterfassung schreibt die Stunden an den Arbeitsschritt, in der Nachkalkulation steht der Soll-Ist-Vergleich daneben. Nach drei, vier Montagen derselben Art wird das Muster sichtbar, und der nächste Montagetermin bekommt die Dauer, die er im eigenen Betrieb wirklich braucht.

Vorfertigung und Montage in einer Ansicht

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