Mitarbeiter mit Outlook planen: wo der Kalender aufhört

Marvin Fink
Marvin FinkGeschäftsführer & Leiter Vertrieb
Behelfslösungen
5 Minuten
Gemalte Illustration: sechs kleine Wandfächer, in jedem ein Kalenderblatt hinter einem eigenen Vorhängeschloss, davor ein Disponent mit einem Schlüsselbund

In vielen Betrieben hat jeder Monteur einen eigenen Outlook-Kalender, und geplant wird per Termineinladung. Das ist kein schlechter Einstieg. Es hat nur eine Grenze, die man erst merkt, wenn man drüber ist.

Outlook ist da, jeder kennt es, und für die reine Frage „wer hat wann Zeit“ funktioniert es. Deshalb wächst so eine Planung organisch: erst ein gemeinsamer Kalender, dann ein Ressourcenpostfach je Fahrzeug, dann eine Kategorie je Baustelle.

Der Bruch kommt nicht beim Planen. Er kommt beim Ändern und beim Nachvollziehen. Woran der Termin stattdessen hängen sollte, zeigt die Auftragsplanung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Für reine Terminabsprachen reicht Outlook. Wer klein ist und wenige Baustellen parallel fährt, ist damit pragmatischer unterwegs als mit einer Software daneben.
  • Ein Termin kennt keinen Auftrag. Aufmaß, Fotos und Stunden liegen woanders, der Kalendereintrag weiß davon nichts.
  • Der Bruch kommt beim Ändern. Verschiebst du die Montage, verschiebt Outlook einen Eintrag, nicht die Kette dahinter.
  • Auslastung ist nicht ablesbar. Ein Kalender zeigt belegt oder frei, aber nicht, ob die nächsten drei Wochen aufgehen.

Was Outlook gut kann und wo es aufhört

Das kann Outlook gut
  • Ist schon da und kostet nichts extra
  • Jeder kann es bedienen
  • Termine landen auf jedem Gerät
  • Für reine Terminabsprachen völlig ausreichend
Da kommt es an Grenzen
  • Ein Termin kennt keinen Auftragsstand
  • Kein Bezug zu Aufmaß, Fotos oder Stunden
  • Auslastung ist nicht ablesbar
  • Urlaub steht in einem anderen System
  • Bei Verschiebungen kippt die Kette unbemerkt

Termine hängen voneinander ab, ein Kalender weiß davon nichts

Der Kernpunkt ist der letzte. Im Handwerk hängen Termine voneinander ab: Aufmaß vor Bestellung, Lieferung vor Montage, Montage vor Abnahme. Ein Kalender weiß davon nichts. Wenn du den Montagetermin verschiebst, verschiebt sich im Kalender genau ein Eintrag. Was dadurch sonst noch kippt, steht weiter im Kopf des Disponenten.

Dazu kommt die Auslastungsfrage: Ein Kalender zeigt, dass jemand belegt ist. Er zeigt nicht, ob die nächsten drei Wochen insgesamt aufgehen. Genau das leistet Kapazitätsplanung.

Die Wochenansicht zeigt nicht nur, wer belegt ist, sondern ob die Woche insgesamt aufgeht.
Die Wochenansicht zeigt nicht nur, wer belegt ist, sondern ob die Woche insgesamt aufgeht.
Früher

Ich hab dir den Termin verschoben, schau mal in den Kalender.

Büro

Und die Baustelle von Donnerstag? Die stand da auch drin.

Monteur
Heute

Mit auftragsbezogener Planung hängt der Termin an etwas:

  • Der Termin gehört zu einem Arbeitsschritt, nicht zu einem Kalendereintrag.
  • Verschiebst du ihn, ist sichtbar, was davon abhängt.
  • Aufmaß, Fotos und Stunden hängen am selben Auftrag.
  • Abwesenheiten sind in der Planung schon eingerechnet.

Woran du merkst, dass der Kalender nicht mehr reicht

Der Übergang ist selten ein Ereignis. Er zeigt sich an Kleinigkeiten, die sich häufen:

  • Jede Verschiebung kostet Anrufe

    Der Termin ist in zehn Sekunden verschoben. Danach telefonierst du zwanzig Minuten, damit alle Betroffenen es auch mitbekommen.

  • Niemand kann sagen, ob die Woche aufgeht

    Auf die Frage, ob nächste Woche noch ein Notdienst dazwischen passt, antwortet niemand aus dem Kalender, sondern aus dem Bauchgefühl.

  • Zum Termin fehlen ständig Informationen

    Wer beim Kunden steht, ruft im Büro an, weil Aufmaß, Zugangscode oder die Absprache von letzter Woche nicht im Kalendereintrag stehen.

  • Hinterher weiß keiner mehr, was geplant war

    Ein verschobener Termin hinterlässt keine Spur. Kommt sechs Wochen später eine Reklamation, ist der ursprüngliche Plan nicht mehr rekonstruierbar.

Am deutlichsten wird es in Betrieben, in denen Werkstatt und Montage dieselben Leute brauchen. Wer vormittags vorarbeitet und nachmittags aufs Objekt fährt, steht in zwei Planungen, die im Kalender nichts voneinander wissen. Bei Schreinern und Tischlern ist das der Normalfall, nicht die Ausnahme, und genau deshalb liegen Werkstatt- und Montagetermine in der Mitarbeiterplanung in derselben Ansicht.

Wie sich das in einem Betrieb dieser Größe auswirkt, steht in der Erfolgsgeschichte von Objekteinrichtung Hengelhaupt. Dort war nicht ein großer Fehler das Problem, sondern dass Abstimmung zur täglichen Aufgabe geworden war: Planung gab es, nur nicht gebündelt zwischen Büro, Fertigung und Montage.

Du willst wissen, ob ihr über der Kalender-Grenze seid? Zeig uns im Erstgespräch eine typische Woche aus deinem Outlook, dann sagen wir dir ehrlich, wo ein Wechsel etwas bringt und wo nicht, oder du probierst es direkt selbst aus.

Fazit: wann Outlook reicht und wann nicht

Wenn ihr klein seid, wenige parallele Baustellen habt und die Planung ohnehin eine Person macht, ist Outlook das pragmatischere Werkzeug. Eine Software daneben zu stellen, nur um dieselben Termine noch einmal zu pflegen, macht die Sache schlechter, nicht besser.

Interessant wird der Wechsel, wenn Termine regelmäßig verschoben werden, wenn niemand mehr sicher sagen kann, ob die nächste Woche aufgeht, oder wenn zum Termin ständig Informationen fehlen, die woanders liegen.

Outlook muss nicht weg

Der Kalender bleibt oft im Einsatz, nur nicht mehr als Planungsgrundlage. Über die Kalender-Schnittstelle landen Artesa-Termine weiter in dem Kalender, den dein Team gewohnt ist. Geplant wird am Auftrag, angezeigt wird, wo es passt.

Der Kalender ist dabei selten der einzige Behelf. Der zweite verbreitete ist die Tabelle: warum Excel im Handwerk an Grenzen kommt, steht in einem eigenen Beitrag. Und wenn die Abstimmung überwiegend im Chat läuft, lohnt der Blick auf WhatsApp im Betrieb. Wer den Kalender schon gegen ein Aufgaben-Board getauscht hat, findet die Kapazitätsfrage dort unverändert wieder: Trello, Asana und MS Teams.

Hängt neben dem Kalender noch die Magnettafel im Büro, kommt eine zweite Grenze dazu: Der Kalender erreicht die Leute wenigstens, die Tafel nur den, der davorsteht. Der Vergleich steht unter digitale oder analoge Plantafel.

Häufig gestellte Fragen

Die Abstimmung kostet mehr Zeit als die Planung?

Erzähl uns von einer typischen Woche, dann sagen wir dir ehrlich, ob sich der Wechsel für euch lohnt. Teste Artesa 14 Tage kostenlos oder buch dir einen Termin.

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