Für Werkstattleitung und Arbeitsvorbereitung
Die Reihenfolge steht nicht mehr nur in deinem Kopf
Du planst nicht nur, wer woran arbeitet, sondern in welcher Reihenfolge es passieren muss. Diese Reihenfolge ist der Teil, den sonst niemand im Betrieb kennt.

Vor jedem Montagetermin liegt eine Kette: Aufmaß, Konstruktion, Zuschnitt, Vormontage, Oberfläche. Du weißt, was wie lange dauert und was worauf wartet. Nur steht das nirgends außer bei dir und auf dem Zettel an der Halle.
Deshalb läuft jede Abstimmung über ein Gespräch mit dir. Einer steht in der Tür, der nächste ruft an, der dritte fängt dich zwischen Werkbank und Büro ab. Dafür müsst ihr beide gleichzeitig Zeit haben. Bist du beim Zulieferer oder auf der Baustelle, wartet die Frage, bis du zurück bist. Und zwischen all dem hältst du den Stand sämtlicher Aufträge aktiv im Kopf, weil einmal Vergessen sofort einen Termin kostet.
Solange du da bist und nichts durchrutscht, funktioniert das. Der Preis fällt woanders an: wenn jemand vertreten muss, wenn der Chef morgens wissen will, ob der Donnerstag hält, oder wenn das Büro einen Termin zusagt, ohne die Vorleistung zu kennen.
Hängt die Kette am Auftrag, braucht dieselbe Abstimmung keine Gleichzeitigkeit mehr. Die Halle liest den Stand, wenn sie ihn braucht, und Rückfragen landen im Auftragschat am Auftrag, wo sie auch später noch stehen. Du hakst ab, schiebst um und schaust nach, wenn es dir passt, auch vom Handy von der Baustelle aus. Was du bisher im Kopf behalten musstest, siehst du auf einer Tafel, auf die alle anderen auch schauen können.
Was aus dem Kopf auf die Tafel wandert
Vier Dinge, die täglich anfallen
- Die Kette hängt am Auftrag
Aufmaß vor Fertigung, Fertigung vor Montage: als Arbeitsschritte am Auftrag statt als Wissen. Wer den Auftrag öffnet, sieht, was noch offen ist und worauf es wartet.
- Wiederkehrendes musst du nicht neu denken
Eine Treppe läuft immer gleich durch die Halle. Diese Kette legst du einmal als Standardablauf an und ziehst sie über jeden neuen Auftrag, statt sie jedes Mal von vorne zu bauen.
- Die Halle hat ihre eigene Ansicht
Werkstattplanung nach Arbeitsbereichen: wer an welcher Bank oder Maschine steht, ohne dass die Montageplanung dazwischenläuft.
- Du siehst, was noch reinpasst
Bevor eine Zusage rausgeht, zeigt die Kapazitätsplanung, wie voll die nächsten Wochen wirklich sind. Das ist das Argument, das im Gespräch mit dem Büro bisher fehlt.
Hält der Termin am Donnerstag?
Wenn die Kette am Auftrag hängt, beantwortet sich die Frage ohne dich:
- Was auf welche Vorleistung wartet, steht am Auftrag und nicht im Kopf.
- Verzögert sich die Halle, verschiebt sich der Montagetermin sichtbar mit.
- Wer dich vertritt, sieht dieselbe Reihenfolge, die du im Kopf hattest.
- Rückfragen landen am Auftrag statt als Anruf zwischendurch.
- Zugesagt wird nach freier Kapazität statt nach Gefühl.
Was zuerst kommt
Die Sätze, die aus der Halle zuerst kommen
- Ich hab das im Kopf, das ist schneller
Stimmt, solange du da bist. Der Aufwand entsteht nicht bei dir, sondern bei allen anderen: an den Rückfragen, die du beantwortest, und an den Terminen, die zugesagt werden, ohne dich zu fragen. Genau die fallen weg.
- Dann pflege ich das wieder alleine
Deshalb der Standardablauf: Die Kette wird einmal angelegt und danach nur noch gezogen. Was täglich dazukommt, sind ein paar Haken und Verschiebungen, nicht das Neuanlegen von Arbeitsschritten. Dass die Halle dabei mitzieht, ist die zweite Hälfte. Welche Einwände von den Leuten wirklich kommen, sammeln wir im Blog „Mitarbeiter von neuer Software überzeugen".
- Wir haben doch schon ein CAD
Das bleibt. Zeichnung, Stückliste und Maschinenbelegung fassen wir nicht an, und das ist keine Übergangslösung. Wo die Grenze zwischen PPS und Plantafel verläuft, ist ein eigenes Thema.
- In der Halle kommt eh immer was dazwischen
Deswegen wird ja geplant. Der Nutzen liegt nicht darin, dass es so kommt wie geplant, sondern darin, dass eine Abweichung sofort zeigt, was hinten dranhängt. Was du bisher jedes Mal neu durchgerechnet hast, steht dann da.
- Das kostet mich morgens eine halbe Stunde
Am Anfang kostet es Zeit, so wie jede Umstellung. Was dagegen steht, sind die Anrufe zwischendurch, das Suchen nach dem Stand eines Auftrags und der Nachmittag, an dem du die Woche umbaust, weil die Halle zwei Tage hinterher ist.
Was im CAD bleibt
Wo unsere Aufgabe anfängt und wo sie aufhört
Artesa liest keine Zeichnung, baut keine Stückliste und belegt keine Maschine. Das ist keine Frage des Umfangs, sondern der Aufgabe: Wir planen die Menschen und die Termine. Alles, was aus der Konstruktion kommt, bleibt da, wo es heute ist.
Was bei dir landet, ist der Übergang zwischen den Welten. Das Aufmaßblatt von draußen kommt digital rein, statt am nächsten Morgen auf deinem Tisch zu liegen. Und wenn die Konstruktion durch ist, hängt der Zuschnitt als nächster Arbeitsschritt schon dran. Für den Betrieb als Ganzes beschreibt das die Seite zu Werkstatt und Montage.
Vom Aufmaß bis zur Montage
14 Tage selbst testen oder vorher mit uns telefonieren
Erzähl uns von einer Kette, die bei euch typisch ist, vom Aufmaß bis zur Montage. Daran hört man schneller als an jeder Funktionsliste, ob sich das so abbilden lässt, wie ihr wirklich arbeitet.
Häufig gestellte Fragen
Das entscheidet ihr. Üblich ist, dass das Büro den Auftrag anlegt und den Standardablauf zieht und die Halle die Reihenfolge anpasst. Wer was darf, hängt an den Rollen. Grundlagen dazu stehen im Handbuch.
Nein, das wäre auch nicht praktikabel. Sinnvoll ist die Ebene, auf der jemand anderes wartet: Aufmaß, Fertigung, Oberfläche, Montage. Genau darauf hängt dann der Auftragsstatus. Alles darunter bleibt Sache der Werkstatt und gehört nicht in die Planung.
Der Arbeitsschritt bleibt offen, und alles, was daran hängt, rückt sichtbar nach hinten. Die Terminplanung zeigt die Folge sofort, statt sie erst beim Kunden auffallen zu lassen.
Das steht und fällt mit der Zeiterfassung. Solange die Stunden nur auf den Tag gebucht werden, bleibt es beim Bauchgefühl. Erst wenn sie über die Projektzeiterfassung auf Auftrag und Arbeitsschritt laufen, stellt die Nachkalkulation geplante gegen gebuchte Stunden, je Auftrag und getrennt nach Halle und Baustelle. Dann siehst du auch, ob die Vormontage wirklich die zwei Tage braucht, mit denen du seit Jahren rechnest.
Standard ist, dass jeder seine eigenen Einsätze sieht. Was für die Leute draußen dabei herauskommt, beschreibt die Seite für Monteure und Kolonnen.
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