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Cloud oder eigener Server: Wo die Daten deines Betriebs liegen sollten

Die Frage wird oft als Sicherheitsfrage gestellt, ist aber vor allem eine Frage der Zuständigkeit: Wer kümmert sich um Backups, Updates und Ausfälle. Bei einem Server im Keller bist das du oder der Dienstleister, den du dafür bezahlst.
Das Wichtigste in Kürze
- Auch in der Cloud gelten die Datenschutzregeln. Entscheidend sind Serverstandort und Auftragsverarbeitungsvertrag.
- Der eigene Server verlagert die Arbeit, er spart sie nicht. Backup, Updates und Fernzugriff macht dann jemand bei dir.
- Die Baustelle entscheidet mit. Ohne Zugriff von draußen nützt die beste Serverlösung im Büro wenig.
- Für die meisten Handwerksbetriebe ist die Cloud die pragmatischere Wahl.
On-Premise heißt, die Software läuft auf einem Server in deinem Betrieb. Cloud heißt, sie läuft im Rechenzentrum des Anbieters, und ihr greift über den Browser darauf zu.
Im Handwerk hat sich die Cloud durchgesetzt, aus einem sehr praktischen Grund: Ein Server im Büro nützt der Baustelle nichts. Sobald Leute unterwegs auf Daten zugreifen sollen, braucht ein lokaler Server einen Fernzugriff, und der ist in der Praxis oft die unsicherere Variante.
- Daten im Haus
Volle Kontrolle über Speicherort und Zugriff.
- Unabhängig vom Internet
Im Büro läuft es auch bei Netzausfall.
- Backups sind deine Aufgabe
Und zwar geprüfte, nicht nur eingerichtete.
- Updates und Sicherheit
Muss jemand machen, meist ein externer Dienstleister.
- Baustelle braucht Fernzugriff
Das ist der Punkt, an dem es unbequem wird.
- Überall verfügbar
Büro, Werkstatt, Baustelle, ohne zusätzliche Einrichtung.
- Backups und Updates inklusive
Zuständigkeit liegt beim Anbieter.
- Keine eigene Hardware
Kein Server, der nach fünf Jahren ersetzt werden muss.
- Braucht Verbindung
Ohne Netz kein Zugriff.
- Abhängigkeit vom Anbieter
Verfügbarkeit und Fortbestand liegen nicht in deiner Hand.
Was der eigene Server wirklich kostet
Ein Server wird gern als Einmal-Investition gerechnet: einmal gekauft, danach läuft er. Bezahlt werden aber auch der IT-Dienstleister, der ihn betreut, der Strom, den er rund um die Uhr zieht, und in regelmäßigen Abständen neue Hardware. Der Austausch passiert oft erst, wenn es kracht, und dann unter Zeitdruck.
Dazu kommt das Nachrüsten. Die Anforderungen steigen, weil mehr Leute damit arbeiten und mehr Fotos und Dokumente zusammenkommen. Ein Server, der vor fünf Jahren gut dimensioniert war, ist der Auslastung heute nicht mehr gewachsen, und jede Aufrüstung ist wieder ein Termin mit dem Dienstleister.
Das ist die Hardware-Seite der Rechnung. Was auf der Lizenzseite dazukommt, haben wir im Ratgeber Kauf oder Abo durchgerechnet.
Wer die Anlage aktuell hält
Hardware, Firewall, VPN, Updates: nichts davon pflegt sich von selbst.
Wenn eine lokale Lösung langsam ist, liegt das selten an der Software. Meistens wurde bei der Hardware gespart, oder der Internet-Anschluss reicht nicht für das, was inzwischen darüber läuft.
Wir haben Firewalls gesehen, die seit Jahren kein Update bekommen haben und mit heutigen Best Practices nichts mehr zu tun haben. Ähnlich bei VPN: für jeden Zugriff von draußen erst eine Verbindung aufbauen ist im Alltag umständlich, und sicher ist es nur, solange jemand die Einrichtung pflegt. Sonst steht die Sicherheit nur auf dem Papier.
Das Gleiche gilt für Updates der Software selbst. On-Premise muss sie jemand einspielen, und genau das bleibt oft liegen. Betriebe hängen dann jahrelang auf alten Ständen, bei stark angepassten Systemen auch deshalb, weil ein Versionssprung dort ein eigenes Projekt ist.
Das ist kein Argument gegen IT-Dienstleister. Ein guter macht das alles richtig, dann läuft ein lokaler Server auch sauber. Er muss nur beauftragt und bezahlt werden, und beides steht in keiner Anschaffungsrechnung.
Datenschutz und DSGVO
Ein verbreiteter Irrtum: Cloud sei automatisch datenschutzkritisch und der eigene Server automatisch sicher. Beides stimmt so nicht. Die Datenschutzregeln gelten in beiden Fällen, sie werden nur an anderer Stelle eingehalten.
Entscheidend sind drei Dinge: wo die Server stehen, wer Zugriff hat und ob es einen Auftragsverarbeitungsvertrag gibt. Der AVV ist dabei kein Formalismus: Darin steht, was der Anbieter mit den Daten deiner Mitarbeiter und Kunden tun darf, wo er sie speichert und wie er sie schützt. Verantwortlich bleibst du, auch wenn ein anderer die Daten verarbeitet. Deshalb gehört der AVV vor die Unterschrift und nicht in den Ordner danach.
Ein Anbieter mit Servern in Deutschland und ordentlichem AVV ist datenschutzrechtlich unproblematischer als ein ungepatchter Server im Keller, auf den ein Dienstleister per Fernwartung zugreift, ohne dass es dafür einen Vertrag gibt.
Artesa läuft in der Cloud, die Server stehen in Deutschland, und der Auftragsverarbeitungsvertrag steht öffentlich auf der Seite.
Wann ein eigener Server sinnvoll bleibt
Wenn die Arbeit überwiegend im Haus stattfindet, ihr ohnehin IT-Betreuung habt und eine bestehende Branchenlösung lokal läuft, ist der Wechsel in die Cloud kein Selbstzweck.
Für Artesa heißt das ehrlich: Wir bieten keine On-Premise-Variante an. Wer aus regulatorischen oder betrieblichen Gründen zwingend selbst hosten muss, ist bei uns falsch. Das ist eine bewusste Entscheidung und keine Lücke, die wir noch schließen.
Anbinden und exportieren lässt sich das über die Schnittstellen. Wie ein Betrieb Notizbücher und Zettel gegen eine zentrale, überall erreichbare Planung getauscht hat, zeigt PEHA Reparatur und Anlagenbau.
Häufig gestellte Fragen
Für die Nutzung braucht es eine Verbindung. Weil nur wenige Daten übertragen werden, reicht meist normales Mobilfunknetz. Wenn Funklöcher bei euch der Normalfall sind, ist das ein ernsthafter Punkt und gehört vor der Entscheidung geprüft, nicht danach.
Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern nur pro Anbieter. Frag konkret: Wo stehen die Server, wer hat Zugriff, wie wird gesichert, gibt es einen AVV. Ein Anbieter, der darauf keine klare Antwort hat, ist das Warnsignal, nicht die Cloud an sich.
Das hängt davon ab, was in der Rechnung steht. Zur Anschaffung kommen die Betreuung durch den IT-Dienstleister, der Strom, Ersatz nach ein paar Jahren und das Aufrüsten, sobald mehr Leute und mehr Daten dazukommen. Beim Cloud-Abo steht das alles in einer Zahl, beim eigenen Server verteilt es sich über die Jahre auf viele Rechnungen und fällt deshalb weniger auf.
Bei Artesa ja, per Export und über die REST-API. Diese Frage gehört bei jedem Cloud-Anbieter vor Vertragsschluss geklärt.
Fast. Web-App beschreibt, wie ihr zugreift, nämlich über den Browser statt über ein installiertes Programm. Cloud beschreibt, wo die Software läuft. Bei Artesa trifft beides zu, deshalb braucht es keine Installation und keine Updates auf den Geräten.
Server im Haus? Muss nicht sein.
Artesa läuft in der Cloud auf deutschen Servern, ohne dass du dich um Backups, Updates oder Fernzugriff kümmerst. Teste Artesa 14 Tage kostenlos oder buch dir einen Termin, dann klären wir deine Fragen zu Datenschutz und Ausfallsicherheit.
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